Omikron-Variante: Südafrikas Staatschef Ramaphosa verurteilt Reisebeschränkungen

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Präsident Cyril Ramaphosa argumentierte auch, dass die Beschränkungen alles andere als wissenschaftlich seien.

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Omicron-Variante am Freitagabend in die Kategorie „bedenkliche Variante“ eingestuft.

Das Vereinigte Königreich hat den Antrag auf die Rote Liste zu dieser Entwicklung zurückgebracht. Für Reisen von Südafrika nach Großbritannien gilt bis auf Weiteres eine Hotelquarantäne.

27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben außerdem beschlossen, vorübergehende Reisen in 7 afrikanische Länder, darunter Südafrika, zu verbieten.

Nach diesen Entwicklungen forderte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa, der am Sonntag vor die Kameras trat, die sofortige Aufhebung der Beschränkungen.

Ramaphosa argumentierte, dass die auferlegten Beschränkungen nicht wissenschaftlich und fair seien, und sagte, er sei „zutiefst enttäuscht“.

‚AFROPHOBIE‘ KRANK

Cyril Ramaphosa stellte fest, dass die Beschränkungen die Verbreitung der Variante nicht stoppen werden, und sagte: „Das einzige, was die Verbote bewirken werden, ist, Ländern mehr Schaden zuzufügen, deren Wirtschaft bereits durch die Epidemie geschädigt wurde.“

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Der südafrikanische Präsident argumentierte auch, dass die einzige Möglichkeit, neue Varianten zu verhindern, darin bestehe, gegen die Ungerechtigkeit von Impfstoffen vorzugehen. Der Präsident von Malawi, Lazarus Chakwera, aus den Ländern, in denen das Reiseverbot gilt, warf den westlichen Ländern, die die Beschränkung anwenden, „Afrophobie“ vor.

Die Anfang des Monats in Südafrika entdeckte Variante wurde am vergangenen Mittwoch der Weltgesundheitsorganisation gemeldet. Auch in Europa und im Vereinigten Königreich wurden Fälle im Zusammenhang mit der Omicron-Variante entdeckt, von der angenommen wird, dass sie sich auf viele Teile Südafrikas ausgebreitet hat.

Auch Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der Weltgesundheitsorganisation, unterstrich diese Entwicklung und gab eine Stellungnahme ab. Moeti sagte, die Variante sei in vielen Teilen der Welt gesehen worden und fügte hinzu, dass „Reisebeschränkungen gegen Afrika die globale Solidarität untergraben“.

Professor Mary-Louise McLaws, eine Beraterin derselben Institution, argumentierte jedoch in ihrer Einschätzung gegenüber der BBC, dass Reisebeschränkungen notwendig seien, um die Ausbreitung zu stoppen.

G7-GESUNDHEITSMINISTER TREFFEN

Entwicklungen und Erläuterungen zur neuen Variante stehen diese Woche ganz oben auf der Agenda. Die Gesundheitsminister der G7-Staaten treffen sich am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung.

Auf dem Treffen, das auf Einladung des Vereinigten Königreichs stattfindet, werden auch Grenzkontrollen erörtert. Aus vielen Ländern gibt es Neuigkeiten zur Omikron-Variante, die sich weiter verbreitet:

Die Niederlande waren bisher das Land mit der höchsten Anzahl an nachgewiesenen Omicron-Varianten in Europa. Die Variante wurde bei 13 von 600 Personen gefunden, die aus Südafrika ins Land kamen.

In England wird die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften zurückgebracht. Die ersten beiden im Land entdeckten Fälle wurden in Essex und Nottingham beobachtet.

In Israel, wo die Omikron-Variante zu sehen war, beschloss die Regierung, ihre Grenzen für 14 Tage für alle Ausländer zu schließen. 3-tägige obligatorische Quarantäne für Israelis, die bei der Einreise zwei Impfdosen erhalten haben; Ungeimpfte israelische Staatsbürger müssen 7 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden.

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