Koalitionsvertrag in Deutschland unterzeichnet

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Nach einem Konsens über die Bildung einer Koalitionsregierung zwischen SPD, Grünen und FDP in Deutschland wurden heute Unterschriften unterzeichnet. Der Vertragstext der neuen Koalitionsregierung, die aufgrund der Farben der Parteien (rot, gelb, grün) „Ampelkoalition“ genannt wird, wurde heute von den Parteivorsitzenden unterzeichnet.

An der Unterzeichnungszeremonie des 177-seitigen Vertragstextes, der unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ unterzeichnet wurde, nahmen sowohl die Parteivorsitzenden als auch die Führungskader der Parteien teil.

Klima, Wohnungsneubau und Digitalisierung gehören zu den Schwerpunktthemen der Ampelregierung. Auch der Kampf gegen das neuartige Coronavirus (Kovid-19) gehört zu den Prioritäten der Regierung. Olaf Scholz, der das Amt des Ministerpräsidenten in der neuen Regierung übernehmen wird, bezeichnete in seiner Rede auf dem SPD-Sonderparteitag den Kampf gegen Kovid-19 als eine der ersten und wichtigsten Aufgaben und sagte: „Wir bekämpfen die Corona-Epidemie mit aller Kraft, und das ist die Aufgabe, die wir jetzt beginnen. Er hält der Klimakrise einen Schritt voraus.“

Eines der wichtigsten Merkmale des neuen Kabinetts, dem Olaf Scholz als Bundeskanzler vorsteht, ist die Aufstockung der Ministerien von 16 auf 17 dank des neu geschaffenen Bauministeriums. Das Durchschnittsalter des Kabinetts sank von 51,2 auf 50,4 Jahre.

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Auch der Frauenanteil im Kabinett ist so hoch wie nie zuvor. Die Ampelkoalition wird aus 9 Ministern und 8 Ministerinnen bestehen.

Mit dem Amtsantritt von Nancy Faeser im neuen Kabinett ist erstmals eine Frau Bundesinnenministerin. Hubertus Heil behielt sein Amt als Minister für Arbeit und Soziales bei. Christine Lambrecht, die in der bisherigen Regierung weiterhin Justizministerin war, wurde in der neuen Regierung Verteidigungs- und Umweltministerin, Svenja Schulze wurde Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Zum Gesundheitsminister wurde der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ernannt.

Klara Geywitz wurde Entwicklungsministerin, die Co-Vorsitzende der Grünen Annalena Baerbock wurde Außenministerin und der andere Co-Vorsitzende Robert Habeck wurde Minister für Wirtschaft und Klimaschutz. Während Anne Spiegel Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war, war Steffi Lemke Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Verbraucherschutz, während Cem Özdemir das Amt des Ministers für Ernährung und Landwirtschaft übernahm.

Christian Lindner, Vorsitzender der FDP, wurde zum Finanzminister ernannt, Marco Buschmann zum Justizminister, Volker Wissing zum Minister für Verkehr und Digitalisierung und Bettina Stark-Watzinger zur Bildungsministerin und Forschung. Wolfgang Schmidt wird zugleich Leiter des Amtes des Ministerpräsidenten.
Der SPD-Generalchef Olaf Scholz wird nach der morgigen Bundestagsabstimmung voraussichtlich neuer Bundeskanzler.

Nach den langen Koalitionsprotokollverhandlungen haben bei der innerparteilichen Abstimmung gestern die SPD am Samstag mit 98 Prozent, die FDP am Sonntag mit 92 Prozent und die Grünen gestern mit 86 Prozent dem Koalitionsvertrag zugestimmt.

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